Marcel van Eeden setzt sich in seinem 70-teiligen Werkzyklus 6. August 1870 mit den Verflechtungen von Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt seiner künstlerischen Forschung ist das Schicksal des aus Nordafrika stammenden Abdel Kader Ben Lahcen. Der Kolonialsoldat starb 1870 während des Deutsch-Französischen Krieges und doch reicht seine Geschichte bis ins Freiburg der Gegenwart. Was lange verborgen war, macht van Eeden mit künstlerischer Fotografie und historischen Zitaten sichtbar. Seine Recherchen führten ihn vom Elsass nach Baden und von dort aus weiter nach Tunesien und Algerien.
Studierende der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, an der der niederländische Künstler Marcel van Eeden als Rektor und Professor für Malerei tätig ist, kommentieren seine Arbeit in eigenen Werken.Eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst
in Kooperation mit der Universität Freiburg, Provenienzforschung zu kolonialen Wissenschaftssammlungen.
Marcel van Eeden – 6. August 1870(Gummidrucke)
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